Archiv für Mai 2010

Material: Das Bild bei Roland Barthes

BILD: Auf dem Felde der Liebe erwachsen die schwersten Wunden mehr aus dem, was man sieht, als aus dem, was man weiß.

»Bei der Rückkehr aus der Garderobe sieht er sie plötzlich, einander zugeneigt, in eine leise Unterhaltung vertieft.«
(aus Die Leiden des jungen Werther)

Das Bild hebt sich heraus; es ist klar und deutlich wie ein Brief: es ist der Brief über das, was mir wehtut. Genau, vollständig, ausgefeilt, endgültig, lässt er mir nicht den geringsten Raum: Ich bin davon ausgeschlossen wie von der Urszene, die wahrscheinlich nur insoweit existiert, wie sie sich vor dem Umriß des Schlüsselloches abzeichnet. Und das ergibt denn auch endlich die Definition des, jedes Bildes: das Bild ist das, von dem ich ausgeschlossen bin…

Gefunden in Fragmente einer Sprache der Liebe von Roland Barthes. Irgendwie eine interessante Definition. So einfach, aber es stimmt irgendwie. Notiz: Was ist mit dem Selbstbild, ist es auch ein Bild des Ausschlusses, schließt es die Anderen aus?

Tempelhof Info

Flughafen Tempelhof

Für den letzten Samstag(8.Mai) hatte Squat Tempelhof! zum zweiten Mal dazu aufgerufen den ehemaligen berliner Flughafen Tempelhof zu besetzen. Auf deren Blog ist ein eigener Bericht erschienen und es gibt eine Linkliste mit Presseberichten; Graswurzeltv hat einen Videobericht veröffentlicht.

Die Kampfmoral auf Seiten der „Besetzer“ war erwartungsgemäß ziehmlich bescheiden. Meiner Meinung nach lag das an der Abstraktheit und Leerheit solcher Parolen wie „Nehmen wir uns die Stadt zurück!“ oder „Freiraum im Anflug!“. Es hat einfach niemand konkrete Ideen, was man auf dem Feld machen könnte und wie man das organisieren könnte, jedenfalls gibt es darüber kaum eine Diskussion. Für einfach eine überdimensionierte Köpi(„Freiraum“) sind sicher wenige Leute bereit zu kämpfen. Eine solche Diskussion über die Tempelhof-Möglichkeiten ist also notwenig. Dazu bald mehr.

Von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück.

Die sogenannte „Kunst“ ist heute im wesentlichen staatlich organisiert. Ob man im Museum oder in der Innenstadt ausstellen/“performen“ will, in jedem Fall wendet man sich an eine in der Regel politische Stiftung, von deren Genehmigung das Gelingen der Kunstaktion abhängt. Trotz seines möglicherweisem Idealismus gleicht ein junger Mensch der sich etwa bei der Akademie der Künste bewirbt einem angehenden Polizisten: Er wird helfen die Ordnung aufrechtzuerhalten. Hier ein besonders abschreckendes Beispiel(typisch Berlin):


(Motiv das momentan auf riesigen Tafeln am U-Bahnhof Bernauer Str. ausgestellt ist)

Eins ist allerdings wahr: Man hat als U-Bahn-Putze immerhin einen besseren Job als die Künstler, die sich für sowas hergeben (man wird auch besser bezahlt).



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