Von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück.

Die sogenannte „Kunst“ ist heute im wesentlichen staatlich organisiert. Ob man im Museum oder in der Innenstadt ausstellen/“performen“ will, in jedem Fall wendet man sich an eine in der Regel politische Stiftung, von deren Genehmigung das Gelingen der Kunstaktion abhängt. Trotz seines möglicherweisem Idealismus gleicht ein junger Mensch der sich etwa bei der Akademie der Künste bewirbt einem angehenden Polizisten: Er wird helfen die Ordnung aufrechtzuerhalten. Hier ein besonders abschreckendes Beispiel(typisch Berlin):


(Motiv das momentan auf riesigen Tafeln am U-Bahnhof Bernauer Str. ausgestellt ist)

Eins ist allerdings wahr: Man hat als U-Bahn-Putze immerhin einen besseren Job als die Künstler, die sich für sowas hergeben (man wird auch besser bezahlt).


3 Antworten auf „Von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück.“


  1. 1 phex 07. Mai 2010 um 16:28 Uhr

    soll das werbung für den job sein?

  2. 2 Administrator 08. Mai 2010 um 11:43 Uhr

    Es soll wohl generell der bvg das Image einer heldenhaften Mission verleihen, zeigen was da alles dran hängt. Und auch vielleicht ein misslungenes Dankeschön an die Arbeiter sein(die das natürlich nur als Zynismus deuten können). Nebenbei wird das Rolemodel des hündischen verpreuszten Proleten propagiert, der kein anderes Problem hat, als wie er seine Arbeit trotz Widrigkeiten ordnungsgemäß erledigt.

  3. 3 lol 10. Mai 2010 um 14:05 Uhr

    nach deiner Logik ist aber jeder Beruf der des Bullen, auch der- oder diejenige der oder die den Bahnhof putzt hält diese Gesellschaft am Leben: er oder sie verkauft seine arbeitskraft, reproduziert sich selbst als Proletarier_in, konsumiert, realisiert damit den Mehrwert des Warenproduzierenden Unternehmens usw.

    Die Künstler_innen sind genau so toll und genau so schäbich wie der rest der welt, wo sie sich mit ausstellungen, in die meist eh ja nur kack leute rennen, die seele streicheln lassen wollen, so kauft sich der proll wenn er sich genug geld vom munde abgespart hat, nen gebrauchten sportwagen.

    der einzige unterschied, und das ist doch das eigentlich widerliche an künstlern und ihrem dunstkreis, ist das diese meinen sie wären über die verhältnisse irgendwie erhabener, sie wären meist kritischer, kreativer, klüger oder sonst was als der rest der welt.

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