Archiv der Kategorie 'Streetlife'

Outside the box #2

Eine neue Ausgabe der feministischen Zeitschrift outside the box ist erschienen und handelt von der Form. Anlässlich dieses Themas kommt die Zeitschrift im ungewöhnlichen FORMat von 9 Riesenpostern, die jeweils ungefähr einen Themenschwerpunkt haben. Das beste daran finde ich, dass man damit seine Wohnung so schön zumüllen kann.

Einen der interessantesten Texte „Fat is a fe­mi­nist Issue“, über Essstörungen, hat die Quergelesen-Redaktion für ihre Novemberlesung auserwählt. Die Sendung gibt es im Audioarchiv.

Für assoziationistische Sessions

Ein Manifest von 38317, unterstützt von K’s Kriegstheater.

Die „Welt der Jamsessions“ ist zu Rampengaga und billigen Gigs
degeneriert und befindet sich offenbar im Regress. Weder der Rückgriff
auf das Gute Alte Handgemachte Akustische noch das „Wollt Ihr den
totalen Krach?“ helfen weiter. Dabei liegen nicht nur online alle
Möglichkeiten vor uns, auf die Geschichte der Musik und ihren Fundus
zuzugreifen. Darum muss – auch wenn es utopisch klingt – für
assoziationistische Sessions etwas getan werden. Also für das möglichst
freie und reflektierte Zusammenspiel, der Assoziation also. Ohne
Esoterik und Rhizomquark und ohne Free Jazz-Patriarchen. Deshalb:

  1. Abschaffung der Bühnen zugunsten polylogischer
    Gestaltungsräume, ohne falsche Partizipation und ohne Trennung
    in Publikum und Könner, Tänzer und DJs.
  2. Rotation der Aufgaben vor Ort, am Mixer, an der Theke, am
    Eingang, an den Instrumenten, am Licht…
  3. Nutzung aller lokal vorhandener Maschinen, Instrumente und
    Medien ohne tradierten Aufbau und ohne bürokratisch gesteuerte
    Inszenierung.
  4. Kein Set, Kein Line-up, Kein Jam, kein Noise-Control getarnt als
    Soundcheck.
  5. Kritik der Show und des Auftritts, der Band und des Orchesters
    und der Kopie des Stargestus.
  6. Kritik von Musik als Musizieren hin zur spielerischen Erprobung
    audibler Herstellungsweisen.
  7. Zulassen von professioneller Unprofessionalität und Dilettanten
    und Dilettantinnen.
  8. Abwahl der Sozialarbeiter am Mischpult und an der Sicherung.
  9. Freie Motiv- und Klangwahl bei Anerkennung von Geräusch als
    Basis für die Organisation von auditivem Material bei Diskussion
    (auch verbal !) von Stilen, z.B. auch von Krach.

Keine 10. Sinfonie !

Tempelhof Info

Flughafen Tempelhof

Für den letzten Samstag(8.Mai) hatte Squat Tempelhof! zum zweiten Mal dazu aufgerufen den ehemaligen berliner Flughafen Tempelhof zu besetzen. Auf deren Blog ist ein eigener Bericht erschienen und es gibt eine Linkliste mit Presseberichten; Graswurzeltv hat einen Videobericht veröffentlicht.

Die Kampfmoral auf Seiten der „Besetzer“ war erwartungsgemäß ziehmlich bescheiden. Meiner Meinung nach lag das an der Abstraktheit und Leerheit solcher Parolen wie „Nehmen wir uns die Stadt zurück!“ oder „Freiraum im Anflug!“. Es hat einfach niemand konkrete Ideen, was man auf dem Feld machen könnte und wie man das organisieren könnte, jedenfalls gibt es darüber kaum eine Diskussion. Für einfach eine überdimensionierte Köpi(„Freiraum“) sind sicher wenige Leute bereit zu kämpfen. Eine solche Diskussion über die Tempelhof-Möglichkeiten ist also notwenig. Dazu bald mehr.

Bahnhofshalle Berlin

Während die gähnendste Langweile sich breitmacht, vertreibt man sich hier die Zeit gerne damit festzustellen, was Berlin angeblich alles ist (kreativ, abenteuerlich, …). So auch ich: Berlin ist offensichtlich eine einzige große schummrige Bahnhofshalle.

Es kommt mir vor als wäre die Freizeit und also die Langeweile heute das wirkliche revolutionäre und konterrevolutionäre Problem. La vache qui rit hat diese Woche von einer Umfrage berichtet derzufolge 75 Prozent der Deutschen sich den Sozialismus gefallen lassen würden, wenn sie dann „Arbeit, Solidarität und Sicherheit“ bekämen. Er deutet das als Zivilisationsmüdigkeit und Sehnsucht nach Arbeit und Ruhe, nach Aufgehen im „solidarischen“ Kollektiv. Stimmt auch. Man hat das Bedürfniss, die genannte Langeweile nochmals weiter zu steigern und den individuellen Handlungsspielraum noch weiter zu verkleinern. Es ist den Leuten noch nicht ruhig genug! Sie wollen sich im familiären Rahmen bewegen oder halt größeren gemeinschaftlichen Kollektiven. Sie können die Freizeit und allein die Möglichkeit außergewöhnlicher Begegnungen nicht ertragen. (weiterlesen…)



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